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Leider gibt es im Web – genauso wie im richtigen Leben – keine hundertprozentige Sicherheit. Als aktive NutzerIn von Computer-Systemen (PC, Smartphone, etc.) können Sie jedoch durch die Einhaltung der hier genannten Tipps Ihre Sicherheit verbessern.

Die hier genannten Ratschläge setzen aus Verhaltensrichtlinien (soziale Sicherheit) und empfohlenen Maßnahmen (technische Sicherheit) zusammen. Die Summe der befolgten Tipps bestimmt letztendlich das Ausmaß Ihrer persönlichen Sicherheit. Beginnen möchten wir mit der sozialen Sicherheit.

Was ist soziale Sicherheit?
Soziale Sicherheit entsteht durch die Einhaltung von Verhaltensrichtlinien im Internet allgemein sowie im überlegten Umgang mit Online-Diensten und anderen Internet-Nutzern.

Tipp 1: Seien Sie bei der Passworteingabe wachsam

Egal ob es das Entsperrmuster Ihres Smartphones, das Passwort für Ihre Online-Konten oder der PIN-Code Ihres Zahlungsmittels ist. Lassen Sie sich bei der Eingabe ihres Passwortes nicht auf die Finger schauen. Dies gilt besonders im öffentlichen Raum. Versuchen Sie ihr Passwort so versteckt wie möglich einzugeben. So schützen Sie sich so vor den unangenehmen Folgen von Passwortdiebstahl.

Tipp 2: Behalten Sie ihr Passwort für sich

Passwörter sind der Schlüssel zu einer Fülle von Daten ihres persönlichen Lebensbereiches. Teilen Sie niemals Freunden oder gar Fremden ihr Passwort mit!

Tipp 3: Gehen Sie mit privaten Informationen sparsam um

Seien Sie mit der Verwendung von privaten E-Mail-Adressen, Bildern, Videos und Äußerungen so sparsam wie möglich. Sind diese einmal veröffentlicht, haben Sie keine Möglichkeit mehr, die Verbreitung dieser Inhalte zu kontrollieren. Auch bei der Bekanntgabe von E-Mail-Adressen („Newsletter“) sollten Sie sparsam sein, da manche Betreiber Ihre Daten („Konto“/“Profil“) weiterverkaufen.

Daher ist es empfehlenswert, zumindest zwei E-Mail-Adressen (privat/öffentlich) zu verwenden um Ihre Privatsphäre besser zu schützen.

Prinzipiell sollten Sie nicht nur auf den Inhalt selbst, sondern auch die Häufigkeit der Verbreitung von privaten Informationen (Aufenthaltsorte, Gewohnheiten, etc.) achten. Andere Menschen könnten daraus Schlüsse ziehen und später ihre Privatsphäre gefährden (Stalking). Bedenken Sie, dass durch häufiges „Liken“ Rückschlüsse auf Ihre Person oder Aktivitätsmuster gezogen werden können.

Tipp 4: Sicherheit in sozialen Netzwerken

Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co. verleiten aufgrund der sozialen Dynamik leicht zu unbedachten Äußerungen, unüberlegter Kontaktaufnahme und der Preisgabe persönlicher Informationen. Dies gilt sowohl für den direkten Kontakt („adden“/“chatten“) wie auch für Ihre Profildaten. Überlegen Sie sehr genau, was Sie den Betreibern sozialer Netzwerke und anderen BenutzerInnen zur Verfügung stellen. Dies gilt besonders für den Wohnort, ihre Telefonnummer sowie für Orte, an denen Sie häufig anzutreffen sind (Stalking).

Tipp 5: Lernen Sie zu recherchieren (Online-Suche)

Suchmaschinen sind das Eintrittstor ins Web. Allerdings werden die Ergebnisse maschinell erstellt und sind daher nicht automatisch auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt. Lernen Sie daher wie Sie Suchmaschinen so nutzen, dass Sie vertrauenswürdige Ergebnisse auf Ihre Anfragen bekommen. Dies bedeutet auch, dass Sie beachten sollten, wie Sie bezahlte Suchergebnisse (Werbung) von unbezahlten Ergebnissen unterscheiden.

Tipp 6: Lernen Sie vertrauenswürdige und nicht vertrauenswürdige Informationen zu unterscheiden

Das Internet als frei zugängliches Medium bietet prinzipiell jedem Menschen die Möglichkeit Informationen – unabhängig vom Wahrheitsgehalt – zu veröffentlichen. Wenn Sie in der Lage sind, den Grad der Vertrauenswürdigkeit von Informationen zu bewerten, sind Sie weniger anfällig für irreführende oder betrügerische Inhalte.

In diesem Zusammenhang sollten Sie außerdem beachten, dass sich besonders begeisterte oder stark unzufriedene Menschen im Web meist intensiver äußern („Foren“). Besonders dort wo es um Entscheidungen bezüglich Gesundheit, Partnerschaft und Erziehung geht, sollten Sie sich genau überlegen, welchen Quellen Sie vertrauen.

Tipp 7: Prüfen Sie die Vertrauenswürdigkeit von Online-Identitäten

Nicht immer ist alles so, wie es auf den ersten Blick erscheint. Seien Sie sich bewusst, dass sich im Internet eine „Fake“-Kultur entwickelt hat, die es auf den ersten Blick unmöglich macht, zwischen Wirklichkeit und Schein zu unterscheiden.

Dieser Grundsatz ist besonders bei Online-Identitäten zu beachten: Prüfen Sie zuerst durch die Betrachtung eines Profils, ob Sie diese Identität als vertrauenswürdig erachten. Der Grundsatz „Zuerst prüfen, dann klicken“ kann Sie vor Schaden bewahren.

Teil 2 folgt in den kommenden Tagen…