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Teil 2 der Serie. Sie können TEIL 1 DER SERIE HIER LESEN…

Leider gibt es im Web – genauso wie im richtigen Leben – keine hundertprozentige Sicherheit. Als aktive NutzerIn von Computer-Systemen (PC, Smartphone, etc.) können Sie jedoch durch die Einhaltung der hier genannten Tipps Ihre Sicherheit verbessern. In diesem zweiten Teil wollen wir Ihnen sieben weitere Tipps zur sozialen Sicherheit im Netz vorstellen.

Tipp 8: Lernen Sie, wie Sie irreführende Angebote im Web zu erkennen

Genauso wie in der realen Welt sind die wenigsten Angebote im Web wirklich gratis. Dies gilt für Gewinnversprechungen, die Aussicht auf leicht verdientes Geld oder das Glück zu zweit. Je größer, unverhoffter und überwältigender Ihnen ein Angebot erscheint, desto skeptischer sollten Sie werden.

Die Ausnutzung Ihrer Gefühlslage durch Betrüger ist in vielen Fällen der Schlüssel zu unüberlegten Handlungen Ihrerseits. Viele „Enthüllungen“ wie exklusive Videos von Stars, Katastrophen oder sonstigen vermeintlichen Sensationen entpuppen sich schnell als Schall und Rauch.

Egal ob auf Facebook, auf Webseiten oder per E-Mail gilt der Grundsatz: Überlegen Sie vor dem Klick auf das „Angebot“, wer der Anbieter ist bzw. was er von Ihnen im Gegenzug will: Im einfachsten Fall ist dies Ihre E-Mail-Adresse, im schlimmsten Fall sind es jedoch Ihre gesamten Daten oder gar Ihr Geld.

Tipp 9: E-Mails sicher nutzen

Nicht jedes E-Mail, das an Ihre Adresse zugestellt wird, ist auch wirklich für Sie persönlich bestimmt. Das Ziel von Angriffen via E-Mail ist es die BenutzerInnen dazu zu bringen, die Nachricht oder den Anhang zu öffnen, um eine Schadensfunktion in Gang zu setzen.

Dabei bedienen sich die meisten Angreifer sozialer Methoden um EmpfängerInnen zum Öffnen von Nachrichten zu bewegen. Eine beliebte Methode ist es UserInnen mit „wichtigen“ Absendern oder Betreffzeilen zu ködern.
Viele dieser Nachrichten zielen daher auf ab Ihr Gefühl ab. Diese können Angst, Neugier oder auch Sehnsucht sein: Die Palette reicht von „gefakten“ Kontaktaufnahmeversuchen, falschen Kreditkartenabrechnungen, „letzten Mahnungen“ bis zu vermeintlichen „Sicherheitsinformationen“ einer Bank.

Löschen Sie im Zweifelsfall verdächtige E-Mails ganz einfach ungelesen.

Tipp 10: Sicherheit beim Online-Shopping

Online-Shopping hat für viele Menschen einen besonderen Reiz und bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich. Wenn Sie online einkaufen, sollten Sie jedoch auf die Vertrauenswürdigkeit des Anbieters, die Zahlungsmethode und die Sicherheit der Datenübermittlung („https“) achten.

Überprüfen Sie daher zuerst die Vertrauenswürdigkeit des Anbieters, wenn Ihnen dieser nicht bekannt ist. Bei der Zahlungsmethode haben viele Menschen die Qual der Wahl. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, dann sollten Sie auf die Zahlung auf Rechnung oder die Lieferung per Nachnahme setzen.

Wenn Sie mit Kreditkarte zahlen, überprüfen Sie am besten monatlich Ihre Abrechnungen. Viele elektronische Zahlungssysteme (PayPal, ClickandBuy) bieten zwar einen Käuferschutz, aber trotzdem sollten Sie sichergehen, dass dieser auch zutrifft.

Lassen Sie sich nicht zu Vorauszahlungen, Bargeldanweisungen (WesternUnion, etc.) oder Einziehungsermächtigungen überreden, wenn Ihnen andere Zahlungsmöglichkeiten offen stehen.

Tipp 11: Sicherheit bei Online-Auktionen und Kleinanzeigen-Plattformen

Bei Online-Auktionen und Kleinanzeigen-Plattformen sollten Sie vor dem Kauf darauf achten, dass die Beschreibung des gewünschten Artikels Ihren Vorstellungen entspricht. Danach sollten Sie sich über die Vertrauenswürdigkeit des Verkäufers ein Bild machen, indem Sie die Bewertungen Ihres Geschäftspartners durch andere UserInnen prüfen.

Stellen Sie außerdem fest, ob für Sie ein Rücktrittsrecht besteht bzw. ob Sie dieses eventuell benötigen. Wenn Sie dann den Kauf getätigt haben, sollten Sie sich bei der Bezahlung am besten für ein Treuhandsystem (PayPal, etc.) entscheiden, um eine bessere Beweisgrundlage zu haben.

Auch hier gilt: Lassen Sie sich nicht zu Vorauszahlungen, Bargeldanweisungen (WesternUnion, etc.) oder Einziehungsermächtigungen überreden, wenn Ihnen andere Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Tipp 12: Sicherheit beim Chatten

Chatfunktionen auf Webseiten bzw. Instant Messaging (Skype, AIM, etc.), also der direkte Kontakt mit anderen UserInnen, sind beliebte Funktionen, die eine kritische Betrachtung wert sind. Bevor Sie auf Kontaktanfragen reagieren oder von sich aus mit jemandem in Kontakt treten, sollten Sie sich einen Eindruck über die Vertrauenswürdigkeit Ihres Gegenübers bilden (Profilcheck, Online-Recherche).

Egal wie vertraut Ihnen ihr neuer Kontakt im Verlauf letztendlich erscheint: Übermitteln Sie niemals Telefonnummer, Kreditkarteninformationen oder Ihre Wohnadresse über diesen Kommunikationskanal.

Aus Sicherheitsgründen sollten Sie auch skeptisch werden, wenn Ihr Gesprächspartner sehr rasch und direkt auf die Preisgabe persönlicher Informationen oder gar ein Treffen drängt.

Tipp 13: SMS-Sicherheit

Ihr Mobiltelefon bzw. Smartphone ist der einfachste und kürzeste Weg zu ihrem höchstpersönlichen Lebensbereich. Beachten Sie diese Tatsache, bevor Sie Ihre Telefonnummer an andere Personen weitergeben. Im Gegensatz zu Online-Kontakten ist es später oft nur schwer möglich, eine ungewünschte Kontaktnahme zu verhindern.

Auch hier gilt es, mit vertraulichen Informationen, persönlichen Daten sowie Fotos und Videos sorgsam umzugehen. Haben Sie diese einmal an Ihr Gegenüber versandt, haben Sie später keine Kontrolle über die Verbreitung der Inhalte.
Eine beliebte Methode sind außerdem „Lock-SMS“ von unbekannten oder ungewöhnlichen Rufnummern, die ihre Neugier wecken sollen und Ihnen bei der Beantwortung hohe Kosten bescheren.

Tipp 14: Reagieren Sie auf Belästigungen rasch und konsequent

Wenn Sie ihr Gefühl getäuscht hat und sich Ihr Kommunikationspartner als unangemessen, lästig oder gefährlich herausstellt, sollten Sie rasch und konsequent reagieren.

Teilen Sie Ihrem Gegenüber klar mit, dass Sie keine weitere Kontaktnahme wünschen und dass Sie den Kontakt mit dieser Person abbrechen werden.

Danach sollte Sie alle Möglichkeiten des jeweiligen Mediums (Facebook, etc.) nutzen, um Ihrem Gegenüber die erneute Kontaktaufnahme unmöglich zu machen: Sperren („blocken“) Sie daher diesen Kontakt umgehend.

Wenn Sie sich durch die Kommunikation mit dem Gegenüber bedroht oder belästigt fühlen, melden Sie diesen Kontakt, damit auch andere UserInnen geschützt sind.